Hamburg – 2. Allermöher Triple-Marathon am 26.06.2010 – Bericht von Christian Hottas

Natürlich hatte ich eine Woche nach dem 6-Tage-Lauf auf Bornholm nicht vor, alle drei angebotenen Marathons um 5.00, 11.00 und 17.00 Uhr im Rahmen des 2. Allermöher Triple-Marathons am 26.06.2010 zu bestreiten. Da sollte ein Start für Füße und Beinmuskeln erst einmal ausreichen.

Gemeldet hatte ich für den 11-Uhr-Start, da ich nicht schon zu nachtschlafender Zeit (= um 5 Uhr) antreten und mit dem 17-Uhr-Start auch nicht unnötig in die Dunkelheit laufen wollte.

Die Anreise klappte reibungslos, sieht man einmal davon ab, dass der Hamburger Stadtverkehr zwischen Sasel und Jenfeld sich zumeist um Tempo 30 herum abspielte. Immerhin war ich knapp, aber pünktlich vor Ort und konnte mich noch rechtzeitig vor dem Start in die startbereite Meute einreihen.

Die ersten 3-4 Runden lief ich zusammen mit Christine Schroeder, die (nachdem sie verschlafen hatte) beim ersten Lauf des Tages geholfen hatte und nun ebenfalls ihren ersten Lauf nach Bornholm bestritt. Als sie sich dann gegen Ende der 3. oder 4. Runde in die Büsche verabschiedete und dabei eine Bemerkung machte, als ob sie nun lieber allein und in Ruhe weiterlaufen wollte, lief ich halt ebenfalls allein weiter.

Während der nächsten Runden hielten sich lediglich noch Kurt Gormanns (Bramsche) und Martin Raulf (Winsen/L.) in meiner Reichweite auf, wobei Kurt jeweils erst zum Rundenende zu mir aufschloss. Beide fielen dann kurz vor Halbmarathon zurück.

Bis einschließlich Runde 10 gelang es mir noch, mein Tempo – trotz der 22 °C und des wolkenlosen Himmels – konstant und die Rundenzeiten unter 20 Minuten zu halten. Ab Runde 11 überzeugten mich dann meine Oberschenkelmuskeln, dass sie in den gerade einmal sechs Tagen seit dem Ende des 6-Tage-Laufes noch nicht wieder voll regeneriert und die Energiespeicher eben auch noch nicht wieder ganz voll waren, so dass ich – nolens, volens – das Tempo auf Rundenzeiten von 20.16 min über 21.11, 21.30 und 21.37 auf 21.43 min pro Runde verschleppte, ehe ich die letzte Runde noch einmal eine 20.45 min herauslaufen kann.

Irgendwie hatte ich in der zweiten Streckenhälfte den Eindruck, erstens mehr trinken zu müssen (wozu ich halt „zur Feier des Tages“ ein paar Schritte ging) und zweitens immer öfter kleine Steine vor allem in den linken Schuh zu bekommen. Letztere galt es natürlich zügig zu entfernen, zumal wenn sie sich im direkten Umfeld gerade halbwegs abgeheilter Blasen befanden.

Als ich zur Mitte meiner Schlussrunde vor mir Kurt Gormanns Hand in Hand mit seiner Partnerin gehen sah und direkt vor den beiden Helmut Rosieka (Bremen) herumbummelte, musste ich dies erst fotografieren, bevor ich sie mit einem frechen Spruch überholte. Daraufhin leitete Kurt den Gegenangriff ein, mit dem er bis zum Rundenende gut eine Minute herauslief, wobei er dort zu meiner Überraschung finishte (während ich ihn eine Runde hinter mir wähnte).

Helmut Rosieka indessen schloss zu mir auf. Gemeinsam absolvierten wir die letzten rund 1,3 km und beendeten auch ebenso den Lauf gleichauf in 5.21.03 h, einer Zeit, mit der ich ausgesprochen zufrieden war.

Christine folgte rund eine Viertelstunde später in 5.36.44 h als zweite Frau. Übrigens gewannen wir beide unsere Altersklassen.

Wir bedienten uns noch eine Zeitlang am reichhaltigen Büffet, klönschnackten noch ein wenig zum Beispiel mit Ultrajörg über den 6-Tage-Lauf und zogen uns dann rechtzeitig vor dem 17-Uhr-Start unauffällig zurück.

Fazit: Allermöhe war einen Start ganz sicher wert, allerdings so dicht noch Bornholm für Christine und mich auch nicht mehr. Die Strecke war kurzweilig, die Fußgänger rücksichtsvoll, die Verpflegung hatte Öjendorf-Niveau. Eine wirklich tolle Laufveranstaltung von Sabine & Peter Kellermann sowie Uli Niehuß! Zu schade, dass die Dänen mit einem eigenen Triple-Marathon in Kalundborg (allerdings mit je einem Marathon am Freitag, Samstag und Sonntag) eine Konkurrenzveranstaltung aufboten!

28.6.10 23:13

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