Eskorte 2000 – Stellungnahme zur Dieter Baumann-Kolumne in der Juni-Ausgabe von RUNNERS WORLD

Bettina Mecking aus meiner „Eskorte 2000“ wies mich am heutigen 18.06.2013 auf Dieter Baumanns Kolumne in der Juni-Ausgabe von RUNNERS WORLD hin. Diesen Text hatte mir ein Hamburger Lauffreund bereits vor ein paar Tagen als jpg-Datei zukommen lassen, woraufhin ich meine nachfolgende Stellungnahme an Martin Grüning, den Vize-Chef der RW-Printredaktion schickte. Martin meinte, das sei halt nur eine Satire und ansonsten adele es mich, wenn Dieter mich zum Thema mache. Er wolle jedoch meinen Text an Dieter weiterleiten, und der könne ja in seiner nächsten Kolumne darauf zurück kommen.

So sehr ich Dieters Leistung als ehemaligem 5000-Meter-Olympiasieger achte, so dürftig und schwach finde ich seine bisherigen Marathon-/Ultramarathon-Meriten: 3 Marathonstarts mit einem Totalausfall (nach vorherigen Riesensprüchen!), einer Zeit um 2:20 h und jetzt in Hannover als Pacemaker für die „unter-3:00-Stunden-Gruppe“ einer 2:56:30 h (aber ohne Gruppe), dazu einmal die 100 km von Biel in 9:45 h (meine 100-km-PB steht bei 8:14:51 h, lieber Dieter!). Da muss der selbsternannte Fachmann aber noch viel lernen!

Nachfolgend meine Stellungnahme an Runners World:

Es ist immer wieder sehr einfach zu spotten, wenn man keine Ahnung hat und sich vor seinem Spott auch nicht sachkundig macht. Ein weiteres Beispiel für diese Feststellung liefert Dieter Baumann in seiner neuesten Kolumne auf Runners World.

Bezugnehmend auf meinen 2000. Marathon am 5.5.2013 in Hannover (er selbst absolvierte im selben Lauf seinen 2. Marathon, einschließlich Biel eigentlich seinen 3. Marathon/Ultra) rechnet er vor, dass und wie er mir dicht auf den Fersen sei. Bei 50 Marathons pro Jahr würde er mich im Alter von 90 Jahren eingeholt haben. Leider hinkt seine Milchmädchenrechnung: Ich laufe nämlich weiter, und zwar weiterhin mehr als 50 Marathons pro Jahr…

Und ich habe – nebenbei bemerkt – eine hochsignifikant geringere Abbruchquote beim Marathon als Dieter.

Elegant stellt Baumann ferner fest: „… der älteste Teilnehmer beim Hannover-Marathon war immerhin schon über 80: Gerd Papcke brauchte 5:40:25 Stunden nur zehn Minuten weniger als Hottas. Das zeigt: Alles ist möglich, lieber Christian! Zieh dich warm an!

Abgesehen davon, dass Gerd zehn Minuten mehr (und nicht weniger) benötigte als ich, hat Dieter schlichtweg übersehen, dass Gerd mich ebenso wie gut 80 weitere Läufer/innen aus elf Nationen als „Eskorte 2000“ bei meinem Jubiläumslauf begleitete. Bereits vor über einem Jahr hatten wir als Zielzeit dieser Eskorte eine 5:30 Stunden plus/minus 15 Minuten bekannt gegeben.

Letztlich kamen bis auf eine Läuferin alle Eskorteure an, wenngleich zwei Engländerinnen (die eigentlich bei 21 km hatten aussteigen wollen) 6:10 benötigten, drei Läufer (von denen einer kurz zuvor operiert worden war) 5:58 und eben Gerd und einer meiner Freunde, der bei ihm geblieben war, 5:40 Stunden. Alle übrigen erreichten das Ziel zwischen knapp 5:31 und 5:34 Stunden gemeinsam, und dies trotz Läufern, die normalerweise unter 3:20 Stunden laufen, und anderen, die selten unter 5:30 Stunden bleiben.

Trotz dieser Leistungsunterschiede gelang es mir, meine Gruppe zusammen zu halten (auch mittels gelegentlicher Gehpausen zum Sammeln nach Verpflegungspunkten), unterwegs eine tolle Party zu feiern, TV-Interviews zu geben und die Gruppe dann nahezu geschlossen ins Ziel zu bringen.

Letzteres schaffte Dieter in Hannover übrigens nicht: Seine Tagesaufgabe als „sub 3“-Hase scheiterte kläglich! Nicht, dass er die 3 Stunden nicht unterbot, dies schaffte er schon. Er brachte nur niemanden seiner ihm folgenden Läufer mit ins Ziel.

Aber vielleicht lernt er dies ja noch während seiner folgenden 1997 Marathons bis zu seinem 90. Geburtstag!

Seine Abschlussfrage „Hatte Hottas einen Stock dabei?“ hätte er indessen selbst am besten beantworten können: Schließlich hatte er mich auf unserem Weg zum Startblock von sich aus angequatscht und gesehen, dass niemand aus unserer Gruppe einen Stock benötigte.

18.6.13 22:28

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